Peace-o-Meter Dein Friedenssaldonoch offen
Unterwegs

Was du morgen schon anders machen kannst

Sechs kleine Übungen für die Fahrt. Jede gehört zu einem bestimmten Moment, in dem Eile entsteht. Keine braucht die Hände vom Lenkrad oder die Augen von der Straße. Und keine verlangt, dass du langsamer fährst. Sie helfen nur, zu merken, was du gerade tust.

Eine Fahrt, von vorn bis hinten

Sechs Momente, sechs Übungen

Der MomentDie ÜbungDauerWas du dabei merkst
Vor dem LosfahrenSag die Ankunftszeit laut, rechne fünf Minuten dazu und nimm diese Zeit als Ziel10 SekDer ganze Zeitdruck einer Fahrt entsteht meist in dieser einen Entscheidung
Jemand vor dir ist langsamerSpür die Hände am Lenkrad, atme einmal aus, dann schätz, wie viele Minuten dich der Vordermann wirklich kostet15 SekEs sind fast immer weniger als zwei
Du gibst Gas, ohne dass es nötig wäreNenn den Grund in einem Wort: spät, ärgerlich, Gewohnheit, Langeweile5 SekTempo hat selten etwas mit Ankommen zu tun
Autobahn, freie BahnNimm die Landschaft am Rand deiner normalen Verkehrsbeobachtung wahr, ohne den Blick von der Fahraufgabe zu nehmen. Du musst die Blumen nicht zählen, es reicht zu merken, dass es sie gibt2 MinDer Satz von der Startseite, in sicherer Dosierung
StauMotor aus, wenn es geht, und die Zeit als geschenkte Pause nehmen statt als Diebstahlsolange er dauertOb Zeit verloren ist, entscheidet nicht die Uhr, sondern du
Nach der AnkunftZwei Fragen: Wie bin ich angekommen? Wäre ich mit zehn Minuten mehr anders angekommen?20 SekDaraus wird mit der Zeit dein eigenes Maß für Erholung

Sicherheit zuerst: Jede Übung ist so gewählt, dass sie die Aufmerksamkeit nicht von der Straße nimmt. Eine Atemübung mit geschlossenen Augen gehört nicht hierher, auch nicht im Stau.

Sechs Übungskarten des Peace-o-Meters, gefächert auf einem Autositz
Die sechs Karten gibt es unten einzeln zum Durchblättern und zum Ausdrucken fürs Handschuhfach.

Die sechs Karten einzeln

Übungskarte 1: Vor dem Losfahren. Sag die Ankunftszeit laut, rechne fünf Minuten dazu und nimm diese Zeit als Ziel.
1. Vor dem Losfahren
Übungskarte 2: Jemand vor dir ist langsamer. Spür die Hände am Lenkrad, atme einmal aus, dann schätz, wie viele Minuten dich der Vordermann wirklich kostet.
2. Jemand vor dir ist langsamer
Übungskarte 3: Du gibst Gas, ohne dass es nötig wäre. Nenn den Grund in einem Wort: spät, ärgerlich, Gewohnheit, Langeweile.
3. Du gibst Gas, ohne dass es nötig wäre
Übungskarte 4: Autobahn, freie Bahn. Nimm die Landschaft am Rand deiner normalen Verkehrsbeobachtung wahr, ohne den Blick von der Fahraufgabe zu nehmen.
4. Autobahn, freie Bahn
Übungskarte 5: Stau. Motor aus, wenn es geht, und die Zeit als geschenkte Pause nehmen statt als Diebstahl.
5. Stau
Übungskarte 6: Nach der Ankunft. Zwei Fragen: Wie bin ich angekommen? Wäre ich mit zehn Minuten mehr anders angekommen?
6. Nach der Ankunft

Zum Wischen, mit den Pfeiltasten zu blättern, und zum Ausdrucken fürs Handschuhfach.

Die wichtigste Übung

Fünf Minuten früher losfahren

Klingt banal, ist aber die Übung mit der größten Wirkung. Der Rechner hier zeigt, warum: Stell eine Strecke ein, die du kennst, dein ruhiges und dein schnelles Tempo. Dann siehst du, wie viele Minuten früheres Losfahren dir genau dasselbe bringen wie das ganze Drängeln. Ohne Mehrverbrauch, ohne Risiko.

Für dich geöffnet: die Küchenübung

Eine Uhr vorstellen, nur eine

Stell die Uhr, nach der du losfährst, fünf Minuten vor. Nicht die Armbanduhr, nicht das Handy, nur die eine am Ausgang. Du weißt, dass sie vorgeht. Es wirkt trotzdem, weil der Impuls „ich muss los" an der Zahl hängt, nicht am Wissen. Nach zwei Wochen ist das frühere Losfahren Gewohnheit, und du kannst die Uhr zurückstellen.

Für dich geöffnet: den Vorsprung behalten

Den Puffer nicht verfahren

Wer früh losfährt, nutzt den Vorsprung oft, um ihn zu vergrößern: Man ist früh dran und drängt trotzdem. Die Übung: Betrachte den Puffer als etwas, das du unterwegs ausgibst, nicht als Vorrat, den du vermehren musst. Jede Minute, die du gelassener fährst, ist ausgegebener Puffer. Dafür war er da.

Hinter einem Langsameren

Was der Vordermann dich wirklich kostet

Landstraße, vor dir ein Lkw mit 80, du würdest 100 fahren. Das fühlt sich an wie Diebstahl. Die Rechnung: Auf 10 Kilometern kostet er dich genau anderthalb Minuten. Hier kannst du es mit anderen Tempi durchspielen.

Nach der Ankunft

Die zwei Fragen

Wie bin ich angekommen? Wäre ich mit zehn Minuten mehr anders angekommen? Wer die beiden Fragen eine Woche lang stellt, weiß am Ende, wie viel Erholung ihn eine schnelle Fahrt kostet. Im Rechner kannst du diese Zeit eintragen; sie geht dann in deine Bilanz ein.

Zum Rechner →